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Außenhandelsstatistik Änderungen 2022

21 Jan
Außenhandelsstatistik

News

Außenhandelsstatistik Änderungen 2022

In der EU gilt eine neue Rahmenverordnung für Unternehmensstatistiken (EBS), die sich auf die Außenhandelsstatistik auswirkt. Zum 1. Januar 2022 treten daher sowohl in den Meldungen für die Intrahandelsstatistik (Intrastat) als auch bei Zollanmeldungen (ATLAS-Meldungen) Änderungen in Kraft. Umgesetzt werden die Regelungen im Außenhandelsstatistikgesetz und in der Außenhandelsstatistik-Durchführungsverordnung.

Zusätzliche Datenanforderungen für Intrastat-Versendungsmeldungen ab 1. Januar 2022

Die Versendungsmeldungen müssen ab 2022 zusätzliche Daten enthalten. Das sind die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Warenempfängers und das Ursprungsland der Ware. Die entsprechenden Datenfelder sind bereits in der Versendungsmeldung enthalten, deren Angabe ist bis einschließlich der Dezember-Meldung 2021 noch freiwillig.

Unter dem Ursprungsland wird die Angabe des nichtpräferenziellen Ursprungs verstanden. Falls dieser nicht bekannt ist, sollte das vermutliche Ursprungsland angegeben werden – wenn gar keine Informationen oder Indizien vorliegen, zur Not auch das Sitzland des Lieferanten. Die Angabe EU ist nicht möglich, QU sollte vermieden werden. Es besteht keine formale Nachweispflicht.

Brexit-Hinweis

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (VK) ist zum 31. Januar 2020 aus der EU ausgetreten. Seit 1. Januar 2021 sind im Warenverkehr mit Großbritannien anstelle der Intrastat-Meldungen Zollanmeldungen erforderlich. Für Lieferungen nach Nordirland hingegen ändert sich nichts: Es sind weiterhin Intrastat-Meldungen erforderlich, der entsprechende Ländercode lautet XI.

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